Franz Lambert trat zum dritten Mal in Harpstedt auf. Erstmals musizierte der Organist gemeinsam mit den Harptones vor begeistertem Publikum.
Harpstedt – Es war bereits das dritte Gastspiel, das der bekannte und beliebte Organist Franz Lambert in der Harpstedter Christuskirche vor vollen Zuschauerreihen gab. Und doch war es am Sonntag ein ganz besonderes Konzert. Erstmals musizierte der Künstler, Komponist und Organist zusammen mit dem Harpstedter Popchor „Harptones“ vor dem Publikum. Zuletzt war der Chor um Dirigent Florian Hartmann in Groß Ippener live bei der Weihnachtsfeier zu hören gewesen. Damals äußerte Hartmann die Hoffnung, vielleicht in einem größeren Rahmen wieder in Harpstedt auftreten zu können.
Aus dem Wunsch wurde nun ein Auftritt zusammen mit Lambert. Der hatte im Vorfeld Playbacks an den Chor gesendet. So konnte geprobt werden. Ein gemeinsamer Testdurchlauf vor dem Auftritt am Sonntagnachmittag musste reichen, um später zwei Stücke – eines von Michael Jackson und das andere von Abba – mit dem vollen Orchester-Sound der Orgel des Tastenkünstlers Lambert zu inszenieren. Das erste der beiden Stücke gab es gleich zu Beginn und gefiel den zahlreichen Zuhörern. Auf die zweite Nummer mussten sie lange warten, bis der Chor und Lambert ein weiteres Mal zusammen auftraten.
Fulminanter Orchesterklang
Dass er mit seinen Händen einen fulminanten Orchesterklang zaubern kann, bewies er mit einem großen Potpourri mit anspruchsvollen, bekannten Stücken von leichter Unterhaltungsmusik bis hin zur Klassik. Unzählige Alben hat der Musiker veröffentlicht. In Promikreisen, auch denen der Politik, war und ist er immer wieder ein gern gesehener Gast. Welche Fingerakrobatik an den Tasten dazu gehört, das zeigten die Live-Aufnahmen, projiziert auf die Leinwand neben dem Altar.
Charmante Selbstironie
„Ich kann ein ganzes Orchester zu Leben und Sound erwecken. Nur eines darf nicht passieren, dass ich im falschen Moment eine falsche Taste berühre“, erklärte Lambert seinen Zuhörern mit einer gehörigen Portion Selbstironie. Tatsächlich aber war er beim Konzert in der Christuskirche voll konzentriert. Kein falscher Ton, kein falsches Lied oder eine unpassende Begleitung. Nicht umsonst gilt der Hesse, der im Kreis Bergstraße in Heppenheim-Sonderbach mit seiner Frau lebt, als Verlass-Künstler, der seine Wersi-Orgeln beherrscht und ihnen auch nicht erwartete Töne ganz nebenbei entlocken kann.
Quelle: Kreiszeitung Online 02.02.2025