Es gibt Menschen, die fehlen. Beim Blick auf den leeren Platz am Tisch. Beim Hören eines bestimmten Liedes. Wenn dir beim Aufräumen plötzlich etwas in die Hände fällt. An Geburtstagen und Jahrestagen. Und manchmal auch einfach an einem ganz normalen Dienstag.
Am Ewigkeitssonntag (22.11.26) wollen wir uns Zeit nehmen für die Menschen, die nicht mehr bei uns sind.
Um 10 Uhr feiern wir Gottesdienst in der Christuskirche.
Besonders eingeladen sind alle, die im vergangenen Jahr einen lieben Menschen verloren haben. Wir werden die Namen der Verstorbenen aus unserer Kirchengemeinde noch einmal hören und für jeden und jede eine Kerze anzünden. Aber vielleicht trauerst du um jemanden, von dem du ganz woanders Abschied genommen hast. Vielleicht liegt die Beerdigung auch schon länger zurück. Auch dann bist du herzlich willkommen. Bring den Namen und die Erinnerung an diesen Menschen einfach mit. Auch für ihn oder sie darf an diesem Morgen eine Kerze brennen.
Und weil Trauer nicht nur in der Kirche ihren Platz hat, möchte ich den Ewigkeitssonntag auch auf unserem Friedhof verbringen. Ab 12 Uhr bin ich dort – mit Kaffee, Tee und Keksen.
Vielleicht kommst du sowieso zum Grab. Vielleicht möchtest du nicht alleine hingehen. Vielleicht möchtest du einfach einen Kaffee trinken und ein bisschen erzählen. Dann komm gerne vorbei. Wenn du möchtest, gehe ich mit dir zum Grab des Menschen, um den du trauerst. Wir können dort ein paar Minuten stehen. Du kannst mir von ihm erzählen. Von dem, was du vermisst. Von dem, was schön war. Oder von dem, was vielleicht noch immer schwer ist. Und wenn du möchtest, können wir gemeinsam beten oder einen Segen sprechen. Wenn dir gar nicht nach vielen Worten ist, ist das genauso in Ordnung. Du musst dich dafür nicht anmelden. Komm einfach vorbei.
Um 15 Uhr feiern wir zum Abschluss eine Andacht in der Friedhofskapelle.
Mit Zeit zum Erinnern, mit Musik, Gebet und der Hoffnung, die uns durch diesen Tag begleitet: Die Menschen, die wir vermissen, sind nicht vergessen. Nicht von uns. Und nicht von Gott.
Ich freue mich, wenn wir uns begegnen – in der Kirche, auf dem Friedhof oder bei der Andacht.
Sascha Maskow